Dass das herkömmliche Gänseblümchen nicht nur süß aussieht und essbar ist, sondern auch eine Vielzahl an Heileigenschaften aufweist, zeige ich dir in dieser Ausgabe des Kräuterwissens!

Gänseblümchen als Heilkraut

Das Gänseblümchen (Bellis Perennis) als Heilkraut

Name und Herkunft

Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütengewächse und ist heisst offiziell „Bellis Perennis“. Bei uns ist es auch unter den Namen Angerbleamerl, Augenblümchen, Himmelsblume, Maiblume, Marienblümchen, Mondscheinblume, Regenblume und Tausendschön bekannt.

Gäneblümchen Nahaufnahme

Merkmale

  • Blattrosette, aus der ein bis zu 10 cm langer Blütenstiel entspringt.
  • Weiße Blüten, die sich rosa/rot verfärben können.
  • Bei Sonnenschein weit geöffnet, Nachts oder bei Regen geschlossenes Blütenköpfchen.
  • Blütezeit: Frühling bis Spätherbst
  • Vorkommen: Felder, Grasflächen, Gärten, Wegränder – lehmiger Boden wird bevorzugt.

Gänseblümchen

Volksglaube

Bereits im Mittelalter war das Gänseblümchen überaus beliebt. Viele Ärzte und Kräuterkunde dieser Zeit schreiben dem Gänseblümchen eine Vielzahl an heilenden Eigenschaften zu. Das Waschen mit der Wurzel soll sogar Flecken aus der Wäsche entfernen.

Früher hat man auch daran geglaubt, dass man das ganze Jahr über  Gesundheit garantiert bekam, wenn man die ersten drei Gänseblümchen, die man im Jahr findet, direkt vom Boden isst (also ohne sie vorher zu pflücken).

Bellis Perennis

Verwendung

Verwendet werden können sowohl die Blüten, als auch die Blätter des Gänseblümchens. Einfach aufs Butterbrot oder den Salat gelegt, schmeckt es ganz wunderbar. Doch auch ein Gänseblümchenzucker ist eine wunderbare Art das Gänseblümchen haltbar zu machen.

Die Blütenknospen können auch als „falsche Kapern“ eingelegt werden.

Getrocknet kannst du es als Tee verwenden, oder in Öl ausgezogen als Grundlage für Salben und Balsame nehmen, wie zum Beispiel in dieser Heilsalbe mit Kamille und Gänseblümchen.

Auch im Wildkräuter-Essig macht es eine wunderbare Figur!

Heilwirkung des Gänseblümchens

Das Gänseblümchen wirkt

  • appetitanregend
  • hilfreich bei Problemen mit Magen, Galle und Leber
  • blutreinigend
  • gegen Husten
  • beruhigend bei Hautleiden
  • heilend bei Verstauchung, Blutergüssen, Prellungen, Quetschungen
  • bei Milchschorf
  • Gebärmutter-rückbildend nach der Geburt
  • stoffwechselanregend

–  Für einen Gänseblümchentee einfach 2 TL des Krautes mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 2 Tassen über den Tag verteilt getrunken hilft bei Problemen mit Magen, Galle, Leber, es wirkt blutreinigend und hilfreich gegen Husten.

– Diesen Tee als Umschlag aufgelegt ist hilfreich gegen schlecht heilende Wunden oder bei Hautausschlag.

– Ein Öl- oder Schnapsauszug des Gänseblümchens hilft bei Verstauchungen, Blutergüssen, Prellungen und Quetschungen. Das Öl oder die Tinktur einreiben oder als Umschlag verwenden.

– Ein wässriger Auszug (Tee) hilft auch bei Gerstenkörnern, einfach das Auge damit ausspülen oder mit einem getränkten Wattepad auswischen.

Gänseblümchen-Tee

Rezept-Tipp Gänseblümchen-Honig:

  • Blümchen lagenweise mit dünnflüssigem Honig ansetzten.
  • 2 – 3 Wochen im Dunkeln stehen lassen, das Glas aber immer wieder umdrehen, damit sich Blümchen und Honig gut vermischen.
  • Durch ein Sieb abgießen und dunkel aufbewahren.

Der Gänseblümchen-Honig hilft bei Atemwegserkrankungen und ist zum Süßen von zB Erkältungstees super geeignet.

Na? Was sagst du?

Habe ich dich überzeugt, dass es nicht nur ein herkömmliches Blümchen, sondern ein wirksames Heilkraut ist?

Hinterlass mir doch einen Kommentar – ich bin wie immer gespannt!

Alles Liebe,
Jules

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16 thoughts on “Kräuterwissen: Gänseblümchen

  1. Hallo.
    Wunderbarer Beitrag und ganz toll zusammengefasst und gegliedert.
    Hat Spaß gemacht zu lesen und war super informativ, den Tee werde ich gleich morgen mal ausprobieren.
    Danke.

  2. Auch ich liebe das Gänseblümchen. Da es heuer Heilpflanze des Jahres ist, habe ich mich intensiv mit dem Pflänzchen beschäftigt. Was dabei herauskam waren 15 verschiedene Gänseblümchenprodukte. Öl, Tinktur, Salbe, Salz, Sirup, Gelee auf 2 Arten, in Rotwein angesetzt, in Honig, in Essig, als Oxymel, in einen Frühlingstee und in einen Entschlackungstee.. auch Gesichtswasser habe ich damit gemacht.
    Du siehst, ich kann davon gar nicht genug kriegen.

  3. Danke für den Beitrag! Für mich war nicht ganz klar ob du für Tinktur oder Ölauszug die getrockneten oder frischen Blüten bzw Blätter nimmst?

    1. Hallo Inge, ich verwende was ich gerade habe. Im Frühling bis Herbst frische und im Winter getrocknete. Es klappt so und so!

  4. Hi,
    witzig, dass ich gerade jetzt auf deinen Beitrag stoße.
    Habe mir gerade ein Rezept angeschaut (Kräuterbutter), dass total schön mit Blüten dekoriert war und mir dabei überlegt, dass ich die Gänseblümchen aus meinem Garten ja auch mal mit verwenden kann. Jetzt hab ich noch mehr Anregungen, DANKE!
    Viele Grüße Berit

  5. Und warum werden sie manchmal rosa? Weilmihnen zu kalt ist – putzig, oder? 🙂 Sehr informativ, der Essig lacht mich eh schon ein Weilchen an, steht demnächst auf der Liste. Sehr, sehr schöne Fotos, btw. Glg Uli

    1. Hallo Uli, ja, der rote Farbstoff schützt die Pflanzen na, dann lass dir den Essig bald mal schmecken! dankeschön!

  6. Ich finde Gänseblümchen ja einfach wunderhübsch. Dass sie auch noch bei vielem heilen helfen, war mir tatsächlich neu. Danke für den tollen Überblick!

    1. Sehr gerne liebe Stefanie! Ich freue mich, wenn das Kräuterwissen hilfreich war!

  7. Hallo, meine Gänseblümchen-Tinktur (40% Ansatzalkohol) ist nach ca 8 Wochen Ziehzeit unheimlich ölig. Beim abseihen schwimmen richtige „Fettaugen“ auf der Flüssigkeit und es hinterlässt einen öligen Film auf der Haut. Ist das normal? Vielen Dank!

    1. Hallo Suzi,

      nein, das ist nicht normal. Ist mir noch nie passiert bei Tinkturen.

      Hast du geschüttelt und stand alles dunkel? Waren die Gänseblümchen sauber und standen sie nicht neben der Straße? War das Glas sauber?

      Alles Liebe,
      Jules

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