Feuchtigkeitsspendende Veilchen-Bodymilk selber machen

Diese leichte Veilchen-Bodymilk für den Sommer kannst du ganz einfach selber machen. Sie zieht schnell ein, pflegt nachhaltig und spendet der Haut intensiv Feuchtigkeit, die sie nach und nach abgibt.

So wird deine Haut langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgt und Spannungsgefühle und Trockenheit werden nachhaltig reduziert.

Das zarte Veilchen unterstützt die Pflege der Haut durch ihre wunderbaren Eigenschaften, auf die ich in diesem Blogpost näher eingehe: „Cremiger Veilchenbalsam für irritierte und beanspruchte Haut“

Veilchen-Bodymilk ganz einfach selbermachen – die Stars in unserem Rezept

Um unsere Bodymilk selbst zu machen benötigen folgende Rohstoffe:

Abgekochtes oder destilliertes Wasser

Wasser ist mit über 70% der Hauptbestandteil unserer Bodymilk.

Du kannst abgekochtes oder destilliertes Wasser verwenden. Normalerweise greife ich in meinen Creme-Rezepten gerne zu Hydrolaten, da diese Duft und eigene, ganz wunderbare Wirkungen mitbringen.

Da wir unseren Emulgator jedoch bei 80°C schmelzen – und ich die wertvollen Hydrolate nicht so hoch erhitzen möchte – greife ich in diesem Fall zu abgekochtem oder destillierten Wasser.

Unsere Haut profitiert durch die gezielt ausgewählten Emulgatoren und Wirkstoffe aber auch vom Wasser, denn die Emulsion zieht sofort ein und die enthaltene Feuchtigkeit wird nach und nach an unsere Haut abgegeben.

Emulgator „Sorbitan Stearate, Sucrose Cocoate“

Der Emulgator „Sorbitan Stearate, Sucrose Cocoate“, war lustigerweise einer der ersten Emulgatoren, mit denen ich gearbeitet habe.

Nachdem es ja Emulgatoren wie Sand am Meer gibt, habe ich in der Zwischenzeit viele andere ausprobiert und „Sorbitan Stearate, Sucrose Cocoate“ geriet ein wenig in Vergessenheit.

Doch alles was gut ist, ruft sich früher oder später wieder in Erinnerung und so ist es auch hier geschehen. Und das mit gutem Grund!

Der natürliche Emulgator sorgt dafür, dass wir eine wunderbar leichte Emulsion erhalten, die langanhaltend Feuchtigkeit schenkt. Außerdem zieht sie sofort ein, was für mich ein Muss in der Körperpflege ist.

Den Emulgator erhältst du bei feeling* oder bei INNOMETICS.*

Co-Emulgator „Behenylalkohol“

Damit unsere Bodymilk etwas mehr Körper hat, habe ich mich für Behenylalkohol als Co-Emulgator entschieden.

Er schenkt unserer Bodymilk zusätzlich etwas Konsistenz, ohne beschwerend zu wirken, wirkt schützend, glättend und verlängert die Feuchtigkeitsabgabe an die Haut.

Den Co-Emulgator bekommst du hier.*

Veilchenmazerat und – gylcerit

Das wunderbare Veilchen pflegt uns gleich zweifach in diesem Rezept: Einmal arbeiten wir mit einem Veilchenmazerat in Jojoba (einem Ölauszug mit Veilchen) und einmal verwenden wir ein Veilchenglycerit (einem Veilchen-Auszug in Glycerin).

Für das Veilchen habe ich mich entschieden, da es beruhigend, besänftigend und klärend wirkt und uns frische, zarte Haut schenkt. 

Außerdem nährt es mit seinen Vitaminen und Mineralstoffen unsere Haut, wirkt verjüngend und schenkt uns Feuchtigkeit

Tipp: Hast du kein Veilchenmazerat, kannst du zu einem anderen Ölauszug nach Wahl greifen oder Jojobaöl pur verwenden. Gleiches gilt für das Veilchenglycerit – auch hier kannst du zu einem anderen Glycerit nach Wahl greifen oder Glycerin pur verwenden.

Xanthan

Xanthan ist ein Gelbildner, der unsere Bodymilk in der Stabilität unterstützt.

Außerdem wirkt er gemeinsam mit dem Glycerit transepidermalem Wasserverlust entgegen – umgangssprachlich gesagt schützt er unsere Haut vor dem Austrocknen.

Xanthan bekommst du zum Beispiel hier.*

Lipoblend Ultralite

Um das „Weißeln“ unserer Bodymilk auf der Haut zu reduzieren greife ich zusätzlich zum Veilchenmazerat zu der Ölmischung „Lipoblend Ultralite“.

Dieses sorgt dafür, dass sich unsere Bodymilk mühelos auftragen lässt und weniger „weißelt“.

Außerdem schenkt es uns ein leichtes, seidiges Hautgefühl und reduziert die Klebrigkeit des Glycerits.

Die Lipidkomponente Lipoblend Ultralight bekommst du hier.*

Tipp: Hast du kein Lipoblend Ultralight, kannst du stattdessen auch zu Squalan greifen oder einfach mehr vom Veilchenglycerit verwenden.

Vitamin E

Vitamin E ist super hautpflegend und trägt zum Erhalt der natürlichen Barrierefunktion der Haut bei.

Außerdem ist Vitamin E in der Lage, der Hornschicht Feuchtigkeit zu liefern, was dafür sorgt, dass die Haut langfristig mehr Feuchtigkeit halten kann, wie Beyer & Söhne in ihrem ausführlichen Artikel über Vitamin E berichten.

Vitamin E bekommst du zum Beispiel hier.*

Ätherisches Jasminöl „Absolue Jasminum sambac“

Als duftende Komponente habe ich mich für ätherisches Jasminöl entschieden.

Dieses bringt einen fein-blumigen Duft mit, welches harmonisch zu den Aromen des Veilchenöls und -glycerits passt.

Außerdem wirkt es beschwingend und kann körperliche Beschwerden positiv beeinflussen, wie beispielsweise prämenstruelles Syndrom, Kopfschmerzen, Nervosität und Hautentzündungen.

In erster Linie wirkt Jasmin jedoch auf emotionaler Ebene.

Laut Pflanzenbotschaft steht es für Hingabe: Es öffnet das Herz, beruhigt die Nerven und hebt die Stimmung. Jasmin hilft Blockaden zu lösen und erleichtert den Umgang mit Ängsten.

Das Absolue bekommst du zum Beispiel hier* und kannst es gerne verdünnt (10:90) kaufen, die Menge des ätherischen Öls musst du hierbei nicht erhöhen.

D-Panthenol

In meinen Rezepten greife ich eher selten zu Einzelwirkstoffen, sondern verwende lieber Vielstoffgemische wie Ölauszüge, Glycerite oder auch ätherische Öle.

Gerade bei Körperpflegeprodukten wie unserer Veilchen-Bodymilk verwende ich D-Panthenol aufgrund seiner Wirkung aber sehr gerne.

Es wirkt feuchtigkeitsbindend, entzündungshemmend und juckreizmindernd.

Rokonsal

Als Konservierungsmittel habe ich mich für Rokonsal entschieden.

Es ist mein Lieblingskonservierungsmittel und bringt für mich den neutralsten Duft mit.

Du kannst natürlich zu jedem anderen geeigneten Konservierungsmittel nach Wahl greifen.

Das Rezept der Veilchen-Bodymilk

Nachdem du nun weißt, welche Rohstoffe wir grundsätzlich in unserem Rezept verwenden, kommen wir nun zu den Mengen und dazu, wie du es ganz einfach selber machen kannst.

Das brauchst du für 200 g der Veilchen-Bodymilk

Phase A:

  • 144,2 g abgekochtes oder destilliertes Wasser
  • 8,2 g Emulgator „Sorbitan Stearate, Sucrose Cocoate“

Phase B:

  • 6 g Veilchenglycerit oder Glycerin pur
  • 0,6 g Xanthan

Phase C:

  • 20 g Veilchenmazerat oder Jojobaöl pur
  • 10 g Lipoblend Ultralite oder Squalan
  • 1 g Behenylalkohol

Phase D:

  • 2 g Vitamin E
  • 1-2 g ätherisches Jasminöl (je nachdem, wie duftintensiv du es möchtest)
  • 2 g D-Panthenol

Phase E:

  • 2 g Rokonsal
  • pH-Wert-Anpasser

So stellst du die Veilchen-Bodymilk her:

Die Herstellung der Bodymilk ist relativ einfach. 🙂

Achte bitte immer auf sauberes und hygienisches Arbeiten und desinfiziere alles gut, bevor du startest.

  1. Gib alle Zutaten der Phase A in ein hohes Becherglas und schmilz es bei 80°C im Wasserbad.
  2. Gib alle Zutaten der Phase C in ein Becherglas und schmilz es ebenfalls im Wasserbad.
  3. In der Zwischenzeit mischt du die Zutaten der Phase B zusammen und wartest, bis die Phasen A und C geschmolzen sind.
  4. Sobald deine beiden Phasen A und C geschmolzen sind, nimmst du sie aus dem Wasserbad.
  5. Emulgiere nun die Phasen A und C mit deinem Rührstab oder Stabmixer mit Emulgieraufsatz, in dem du die Phase C langsam in die Phase A gießt, während du mixt/emulgierst.
  6. Gib nun die Phase B hinzu und emulgiere noch einmal gut.
  7. Stelle deine Emulsion in kaltes Wasser und rühre kontinuierlich, um den Abkühlprozess zu beschleunigen.
  8. Sobald deine Emulsion auf Handwärme abgekühlt ist, kannst du zuerst die Phase D nacheinander hinzugeben und immer gut durchrühren, bevor du schlussendlich dein Konservierungsmittel (also die Phase E) hinzugibst und es gut einrührst.
  9. Nun misst du den pH Wert nun und stellst ihn ggf. auf ca. 5–5,4 ein, da Rokonsal nur in diesem Bereich wirksam ist.
  10. Nun füllst du die Emulsion noch ab und beschriftest sie.

So fühlt sich die leichte Veilchen-Bodymilk auf der Haut an

Meine Rezepte teste natürlich nicht nur ich, sondern in der Nachbarschaft habe ich meine begeisterten Testerinnen, die sich immer freuen, wenn ich sie bitte meine neuen Kreationen auszutesten.

Meine Freundinnen waren von diesem Rezept ganz angetan, da es super viel Feuchtigkeit schenkt, dabei aber sofort einzieht und keinen Film hinterlässt.

Beides K.O.-Kriterien bei meinen Testerinnen, denn für sie gibt es nichts furchtbareres, als dass eine Bodymilk ewig nicht einzieht oder dann eben einen dicken Film oder ein stumpfes Hautgefühl hinterlässt.

Aber mein Rezept hat diese Tests locker bestanden, denn ich konnte gar nicht so schnell schauen, wie ich meine Testfläschchen los war… Was für mich immer der beste Beweis für ein gutes Rezept ist. 😀

Und du?

Wie müssen Bodylotionen oder Bodymilks für dich sein? Im Sommer muss es auch für mich super schnell einziehen und ohne Film auf der Haut pflegen.

Im Winter darf es ja ruhig etwas reichhaltiger sein, aber im Sommer mag ich es fluffig und leicht.

Wie siehst du das? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

Alles Liebe,
Julia

*Partnerlinks

Bitte beachte: Die von mir zur Verfügung gestellten Informationen werden mit aller Sorgfalt zusammen getragen. Die Rezepte sind ausschließlich auf gesunder, intakter Haut anzuwenden und die Anwendung der Rezepte erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr. Die vorgestellten Inhalte in Bezug auf Hautpflege, Hausmittel, ätherische Öle oder Heilkräuter ersetzen keinen Besuch beim Arzt! Bei  Schwangeren und Kindern sowie bei Vorerkrankungen vorab eine Anwendung oder Einnahme mit dem Arzt abklären.

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