Wusstest du, dass die Kapuzinerkresse nicht nur herrlich schmeckt, sie besitzt auch viel Vitamin C, Carotinoide und wirkt durchblutungsfördernd. Da die Kapuzinerkresse jedoch noch mehr positive Eigenschaften aufweist, wurde sie vor einigen Jahren sogar zur Heilpflanze des Jahres (2013) gewählt!

Heilpflanze Kapuzinerkresse

Name + Herkunft der Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse, im lateinischen Namen Tropaeolum majus genannt, kommt ursprünglich aus Südamerika. Die Volksnamen sind unter anderem auch Kapuzinerli oder Salatblume.

Merkmale

Das auffallendste an der sonnenliebenden Pflanze sind ihre wunderschönen großen und zarten Blüten, die von Gelb über Orange bis hin zu Rot gefärbt sein können. Auch ihre Blätter sind auffallend, denn sie sind schildförmig, rund und sattgrün.

Blüte der Kapuzinerkresse
Blüte der Kapuzinerkresse
Blatt der Kapuzinerkresse
Blatt der Kapuzinerkresse
Blüte der Kapuzinerkresse seitlich
Blüte seitlich

Die Kapuzinerkresse – die eigentlich als Zierpflanze zu uns gebracht wurde – ist jedoch nicht nur wunderschön, sie ist auch vielseitig einsetzbar, zum Beispiel in der Kulinarik.

Verwendung

Da die Kapuzinerkresse sehr aromatisch schmeckt, wird sie oft als essbare Blütendeko verwendet. Aus ihren noch geschlossenen Knospen lassen sich herrliche „Kapern“ in Essig ansetzten. Doch auch die Blüten in Essig ausgezogen sind eine Augenweide, denn der Essig verfärbt sich wunderschön und wird aromatisiert.

Man sollte nur nicht zu viel auf einmal essen, da man sonst den Magen oder Darm reizen kann.

Kapuzinerkresse
Blüte beim Öffnen

Heilwirkung

In ihrer Heimat Peru benutzt man die frischen Blätter bereits seit langer Zeit zur Behandlung von Wunden aller Art, besonders von infizierten Wunden. (1)

Auch bei Harnwegseffekt und Bronchitis kann die Kapuzinerkresse gute Dienste leisten. (1)

In meiner Ausbildung zur Grünen Kosmetik Pädagogin habe ich außerdem gelernt, dass Flavonoide  enthalten sind, die die folgenden Wirkungen aufweisen:

  • antioxidativ
  • zellschützend
  • zellregenerierend
  • hautberuhigend

Weiters  sind Senfölglykosid enthalten, die die folgenden Wirkungen haben:

  • antibakteriell
  • durchblutungsfördernd
  • keimtötend
  • wundheilend
  • entzündungshemmend

Somit sind Ölauszüge mit Kapuzinerkresse eine sehr gute Idee um diese Wirkstoffe für Salben und Cremes zu verwenden.

Zu beachten ist nur, dass Senfölglykoside nur bis 40°C haltbar sind, sprich bei einem Warmauszug sollte man am Schluss (wenn das Öl schon auskühlt) noch ein paar frische Pflanzen zum Ausziehen mit hinein geben, dass im Öl auch die Senfölglykoside gelöst werden.

(1) Quelle: Apotheker M. Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen. Hamburg: Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 5. Auflange 2016, Seite 182

Wenn du noch mehr über verschiedene Kräuter lernen möchtest, so kommst du hier zu einer Übersicht aller Kräuterwissen-Beiträge: Kräuterwissen Beiträge

Kapuzinerkresse

Und du?

Hast du die Kapuzinerkresse schon als Heilpflanze gekannt? Oder ist das völlig neu für dich? Hinterlass mir doch einen Kommentar – ich bin gespannt!

Hier gibt’s übrigens noch ein Rezept für eine wärmende Muskelcreme mit Kapuzinerkresse! Schau unbedingt rein, das Rezept ist mein neues Lieblingsrezept!

Alles Liebe,
Jules

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4 thoughts on “Kräuterwissen: Kapuzinerkresse

  1. Liebe Jules, Vielen Dank für die Mail. Über die Kapuzinerkresse habe ich schon einiges gelesen aber, dass man auch einen Ölauszug machen kann,da habe ich wieder etwas dazu gelernt.
    Eine Frage zum Thema Asche-meinst du jetzt Holzasche oder Kohleasche.
    Schade! Ich komme weder an das Eine noch an das Andere ran.
    Ich wünsche dir sowie deiner Familie ein schönen Sonntag.
    Liebe Grüße
    deine Doris
    aus Germany/ Berlin

    1. Hallo Doris,

      ich meine Holzasche!

      Die kannst du ganz einfach selbst machen, in dem du kleine Äste oder Pflanzen verbrennst. Bitte ohne Zusätze wie Zeitung, Anzünder oder Streichhölzer!

      Ganz liebe Grüße,
      Jules

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