4 natürliche Ideen zum Haare waschen ohne Shampoo!

Als ich zum ersten Mal davon gehört habe, dass man sich die Haare mit etwas anderem Waschen kann als Shampoo – und sie trotzdem sauber und schön werden – war ich skeptisch! Doch ich habe es getestet und meine Haare sind schöner und gesünder denn je! Welche Varianten es zum Haare waschen ohne Shampoo gibt, zeige ich dir heute!

Haare waschen ohne Shampoo - NoPoo Methoden

Bevor die Menschheit Shampoo erfunden hat, gab es zahlreiche Wege seine Haarpracht sauber und gesund zu erhalten. Mit der Erfindung des Shampoos wurden jedoch fast alle vergessen und heute oftmals als „komisch“ angesehen. Dabei ist Haare waschen ohne Shampoo über mehrere Tausend Jahre erprobt und hält das Haar gesund, glänzend und stark.

Es wurden dafür Pflanzen verwendet, die viele Saponine besitzen und dadurch eine reinigende Wirkung aufweisen sowie Mehle und Erden, die durch mechanische Reibung eine reinigende Wirkung aufweisen.

Von diesen vielen Pflanzen, Mehlen und Erden zeige ich dir heute 4 Möglichkeiten, wie du deine Haare ohne Shampoo waschen kannst!

Haare waschen ohne Shampoo: 4 Möglichkeiten

Haare waschen mit Mehl

Mein erster Versuch die Haare ohne Shampoo zu Waschen war mit Mehl und ist gründlich daneben gegangen. Ich hatte die falsche Konsistenz und habe es falsch angewandt. Wie du dir vorstellen kannst, war das Ergebnis nicht berauschend und ich dachte mir „nie wieder“! Doch so schnell wollte ich nicht aufgeben und dachte, ich gebe dem ganzen noch einen Versuch.

Ich hab also mein Mehl wieder hervorgekramt und *Trommelwirbel bitte* – es ging wieder daneben. Völlig verzweifelt hab ich in einer NoPoo*-Gruppe auf Facebook nachgefragt, was ich denn falsch gemacht haben könnte und die wirklich super netten Mitglieder haben mir geholfen. *NoPoo ist eine gebräuchliche Abkürzung für „No Shampoo“

Und da aller guten Dinge ja bekanntlich drei sind, habe ich kurz darauf Versuch Nummer drei gestartet und seitdem liebe ich das Haare waschen mit Mehl!

Und wie du es richtig machst, verrate ich dir jetzt – damit du keine drei Versuche brauchst!

Grundrezept Roggenmehl-Shampoo

Das Grundrezept besteht aus feinem Vollkorn-Roggenmehl (alternativ Vollkorn Buchweizen-Mehl), dass du nochmals fein durchsieben solltest. Ich siebe es vor dem Anrühren durch ein Teesieb, damit keine Klümpchen bleiben.

Nachdem ich das Mehl gesiebt habe vermische ich 2 EL Vollkorn-Roggenmehl mit 115 ml lauwarmen Wasser und verrühre es grob mit dem Löffel. Danach nehme ich meinen Milchschäumer und rühre die Mischung ordentlich durch. Nach ein paar Sekunden wird die Mischung richtig „glitschig“, also so wie Shampoo oder Duschgel.

Diese Mischung bedufte ich manchmal mit 1 Tropfen ätherischen Öls nach Wahl. Wichtig ist hierbei, dass es so naturrein und hochwertig wie möglich und für den Einsatz auf der Haut geeignet ist.

Nachdem ich meine Haare ordentlich durchgekämmt habe stelle ich mich unter die Dusche und mache die Haare schön nass. Auf den nassen Haaren verteile ich die Mehl-Mischung und lasse sie mindestens 5 Minuten satt aufgetragen einwirken. Danach massiere ich die Kopfhaut ordentlich, damit der Schmutz, Talg und das Fett gelöst werden.

Anschließend spüle ich die Haare gut aus. Und ich meine richtig gut. Andernfalls rieseln deine Haare den ganzen Tag leise mit Mehl vor sich hin und es sieht aus als hättest du ganz feine Schuppen. Also spüle richtig, richtig gut aus und verwende zum Abschluss kühles Wasser, das verschließt die Haar-Struktur!

Es klingt jetzt aufwändiger und umständlicher als es ist – gib dem ganzen eine Chance! Ich bin super zufrieden und echt glücklich mit meiner Mehl-Haarwäsche!

Ps: Ich habe relativ kurze Haare, du solltest bei längeren Haaren die Mengen ruhig verdoppeln oder vervielfachen!

Zusätzliche Pflege:

Wenn du gerne etwas mehr Pflege hättest, kannst du eventuell einen Eidotter oder etwas Honig hinzufügen. Probiere es gerne aus – starte aber am besten mit dem Basis-Rezept oben und gib dann Zutat für Zutat hinzu, bis du zufrieden bist. Ich persönlich liebe es „pur“!

Deine Haare kannst du auch mit Mehl oder Tonerde waschen

Haare waschen mit Erde

Haare waschen mit Erde funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Haare waschen mit Mehl, nur dass du dir hier das aussieben vor der Verwendung sparst.

Die Erde wird dabei mit lauwarmen Wasser vermischt und gut mit dem Milchschäumer (oder Quirl oder Besen) aufgeschlagen bis die Mischung „schleimig“ wird.

Achtung – hier eignet sich nur „echte Heilerde“, alles andere hat zu wenig Saponine und würde nicht genug reinigen!

Haare waschen mit Rosskastanie

Eine andere Möglichkeit ist es seine Haare mit der Rosskastanie zu waschen. Dazu musst du die Kastanien im Herbst sammeln (gleich ein ToDo im Kalender vermerken!), klein schneiden, trocknen lassen und dann pulverisieren.

Das Rezept dazu findest du auf dem Blog von Bergwelten.com: Kastanien-Shampoo

Haare waschen mit Seife

Bereits seit langer Zeit kennen die Menschen Seife und waschen sich damit. Heutzutage gibt es sogar spezielle Haarseifen, die vom PH-Wert und der Überfettung her ans Haare waschen angepasst sind.

Auch Haarseifen gehören gut einmassiert und ausgeschwemmt, da Rückstände auf Dauer die Kopfhaut unnötig belasten.

Haare waschen ohne Shampoo - NoPoo Methoden

Natürliche Pflegemöglichkeiten nach der Haarwäsche ohne Shampoo

Saure Rinse

Viele Menschen machen nach dem Haare waschen eine saure Rinse – auch ich schwöre darauf. Die saure Rinse besteht aus Wasser mit einem Schuss Essig oder Zitronensaft. Mit dieser Mischung werden die Haare nach dem Waschen ausgespült wie mit einem Conditioner.

Die saure Rinse kann wahlweise drinnen gelassen werden oder du spülst sie aus. Ich persönlich spüle sie immer aus, obwohl es eigentlich gar nicht nötig wäre.

Und wegen des Essig-Geruchs brauchst du keine Angst zu haben, der verfliegt sobald die Haare trocken sind!

Haar-Öl

Beim Haare waschen mit natürlichen Mitteln und ohne Conditioner kann es vorkommen, dass die Längen trocken werden. Das kannst du verhindern, indem du wahlweise pflegende Komponenten wie Honig oder Ei zu deinem Basisrezept (gilt für alle oben genannten Rezepte) hinzu gibst oder deine Haare zum Abschluss mit etwas Öl verwöhnst.

Dazu werden die Spitzen mit ganz wenig Öl massiert um das Haar geschmeidig zu  halten. Gut geeignet ist hier um Beispiel Weizenkeim-Öl!

Haar-Masken

Wenn du sehr fettige Haare hast kannst du zum Beispiel mit Heilerde eine Haarmaske machen, die das Fett aufsaugt.

Wenn deine Haare mehr nährende Wirkstoffe brauchen, dann kannst du dir das Basis-Rezept des Roggenmehl-Shampoos zubereiten und das Shampoo kurmäßig 15 Minuten einwirken lassen. Dies nährt und stärkt das Haar. Wenn dir 15 Minuten noch nicht genug sind kannst du das Mehl auch länger einwirken lassen, teste hier ruhig ein wenig herum!

Haar-Styling

Und wenn du jetzt wie ich am natürlichen Haar-Trip bist, dann schau dir doch auch die Rezepte für mein DIY Creme-Haarwachs oder mein Haar-Parfum an!

Natürlich pflegendes Creme-Haarwachs - ganz einfach selbst machen
DIY Creme-Haarwachs

Und du? Ist NoPoo etwas für dich?

Womit wäschst du deine Haare? Falls du mit Shampoo wäscht, sind die oben vorgestellten Möglichkeiten einen Versuch wert für dich? Oder ein No-Go?

Falls du nicht mit Shampoo wäscht, wie wäscht du dann?

Hinterlass mir doch einen Kommentar – ich bin sehr gespannt!

Alles Liebe,
Julia

Bitte beachte: Die von mir zur Verfügung gestellten Informationen werden mit aller Sorgfalt zusammen getragen. Die Rezepte sind ausschließlich auf gesunder, intakter Haut anzuwenden und die Anwendung der Rezepte erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr. Die vorgestellten Inhalte in Bezug auf Hautpflege, Hausmittel, ätherische Öle oder Heilkräuter ersetzen keinen Besuch beim Arzt! Bei  Schwangeren und Kindern sowie bei Vorerkrankungen vorab eine Anwendung oder Einnahme mit dem Arzt abklären.

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59 Kommentare

  1. Oh, wie interessant. Ich bin Shampoo-Wäscherin, kann mir aber gut vorstellen, die Sachen mal auszuprobieren. Vor allem die Mehl-Variante, denn Vollkorn-Roggenmehl hab ich eh immer zuhause. Efeu klingt für mich am interessantesten 🙂 Saure Rinse und Öl als Pflege habe ich auch schon oft gemacht. Beides kann ich auch empfehlen! 🙂
    Lieben Gruß,
    Jenny

    1. Vielen Dank für deine Impressionen! ja, das mit dem Mehl solltest du auf jeden Fall versuchen – ich bin sooo begeistert davon! hab einen tollen Tag und gib mal Bescheid wie es dir mit dem Mehl gegangen ist!

    2. Hej Jenny,
      und alle, die mit Efeu waschen wollen!

      Anders als Kastanien, kann Efeu allergische Reaktionen auslösen.
      Ich nutze den reich wachsenden Efeu vor meinen Fenstern zum Wäsche waschen. Bei der Recherche fand ich den Hinweis, dieses Waschmittel NICHT bei Säuglingen bis Kleinkindern zu benutzen. Und auch NICHT bei empfindlicher Haut, wie z Bsp unter Neurodermitis.
      Bei direkter Anwendung auf der Haut, wie bei der Haarwäsche, wäre ich noch vorsichtiger.
      Meine Nachbarin bekam Quaddeln, weil ihr beim Heckenschnitt ein Efeublatt in den Nacken segelte!

      Solltet ihr „euren“ Efeu nicht so gut überblicken können, wie ich den vor meinem Fenster, haltet unbedingt die Schutzzeit für Vögel ein.
      Ich ernte nur dort, was ich auf den 1. Blick als unbewohnt erkenne. Und nur Überstehendes. Nach Stürmen lohnt sich das Sammeln heruntergewehter Blätter.
      Wie auch immer, ich trage meistens Gartenhandschuhe. Weil ich Spinnen hasse. Ob mich das vor Verätzungen schützt oder ich einfach nicht empfindlich auf Efeu reagiere – ich weiß es nicht. Alles Gewaschene habe ich bisher vertragen.

      Danke für den Überblick, Jules Moody!

  2. Das klingt sehr interessant, auch ich bin auf der Suche nach einem geeigneten Shampoo. Nach mehreren „Fehlversuchen“ vor allem mit Milch, wasche ich mir meine Haare zur Zeit mit Seife gemischt mit Kräutern. Ich spüle anschließend mit Apfelessig. (1 EL auf 1 l Wasser). Aber die Variante mit Mehl werde ich sicher ausprobieren! Danke für deine Tipps!

    1. Hallo liebe Eva, probiere es echt einmal pur, damit bin ich am zufriedensten! Aber auch Seife mit Kräutern klingt ganz wunderbar! alles Liebe, Jules

  3. Interessanter Beitrag! Wasche mir auch erst seit einigen Wochen die Haare mit Roggenmehl. Bin sehr zufrieden und vor allem tut es meiner gereizten Kopfhaut sehr gut. Die Idee mit dem Duftöl werde ich mal ausprobieren. Habe bisher nur pur mit Mehl und Wasser gewaschen. LG Lea

    1. Hallo Lea, geht mir auch so, das Jucken der Kopfhaut ist bei mir deutlich weniger geworden! ÄÖ als Duft verwende ich nicht jedes Mal, aber hin und wieder etwas Duft darf ruhig sein!

  4. hallo
    ich habe meine Haare schon mal ejn ganzes Jahr mit der nooSchampoo Methode erwöhnt…..habe auch vieles versucht 🙂
    So schöne kräftige gesunde Haare hatte ich schon lange nicht mehr…….ich wurde auch oft darauf angesprochen.
    Ich war auch mit der Mehl Methode sehr zufrieden…..wobei ich eine Lufttrocknerin bin und das bei der Mehlmethode nicht ganz ideal ist. Hab dann immer kopfübrr dur durchgeföhnt und dann wyr das Restmehl auch immer weg. Mehlschampoo gibt mega Volumen. Was wi htig ist bei allen noSchamooo Methoden – zum Schkuss mit kaltem Wasser spülen…….da werden die Haare viel glatter. Essigrinsenhabeich auch immer verwendet.
    Was eine super alternative ist ist mit Natron zu waschen……-da muss man aber auch a bissl herumprobieren……

    1. Hallo Michaela, danke für deinen Erfahrungsbericht und den Hinweis mit Natron! stimmt, das kalte Wasser mache ich am Schluss auch immer! Und auch ich bin Lufttrocknerin, hatte mit dem Restmehl aber nie Probleme – ich kämme die Haare nach dem Waschen allerdings auch ein paar Mal! und ja, das Volumen ist grandios!!
      Hab einen tollen Tag!
      Alles Liebe, Jules

    2. Ich gebe immer einen Esslöffel Natron in die mehlmischung, das bewirkt wunder, allerdings habe ich immer fettige Haare gehabt.. Nun ist es für einige Tage gut… Ich weiß ich muss dem ganzen zeit lassen, dennoch gebe ich nicht auf.. Bin schon seit 4 Monaten auf die nopoo-Methode umgestiegen, kann es nur weiterempfehlen,!

      LG

  5. Hallo Jules ,was soll ich dazu sagen. Mein Favorit ist Seifenkraut.Der Name ist Programm! Die Saponine des Seifenkrauts lassen sich als ultramilde Seife für Wollsachen und die gesamte Wäsche und natürlich auch als Shampoo einsetzten. Acht Wochen lang habe ich mir alle 2-3 Tage mit Seifenkrautlösung die Haare gewaschen und bin nach wie vor begeistert. Kein anderes Shampoo, keine Kur, keine Spülung. Einfach meinen selbst angesetzten Seifenkrautsud. Die Anwendung dafür findet man auf meinen Blog
    Gruß Birgit

    1. Also ich finde es toll dass man sich hier so frei austauschen kann. Jedoch sollte man den Blog eines anderen nicht ungefragt als Sprungbrett nutzen um selbst mehr Leser zu bekommen. Ich finde das ziemlich frech.

      1. Hallo Anja,

        vielen Dank für deinen Kommentar! Schön, wenn dir der freie Austauschen gefällt!

        Hab einen tollen Tag!

        Alles Liebe,
        Jules

  6. Hallo ich habe sehr lange dicke dunkelbraune und viele Haare und wasche jetzt seit einiger Zeit ohne Shampoo. Habe davor, um nicht so einen krassen Übergang zu haben, eine letzte Flasche Shampoo gekauft und jedes Mal nach der Haarwäsche die Flasche mit Wasser aufgefüllt, sodass das Shampoo langsam immer verdünnter wurde. Jetzt bin ich gerade noch am herumprobieren, was die für mich passendste Alternative ist. Zuerst habe ich Natron verwendet und war damit nicht zufrieden. Jetzt habe ich es schon einige Male mit Heilerde in allen möglichen Varianten versucht und kann sagen, dass ich das Leuten mit vielen und langen Haaren nicht weiterempfehlen kann. Man bekommt das einfach nicht mehr rausgewaschen. Ich habe schon stundenlang versucht das Zeug wieder rauszubekommen. Jetzt bin ich meinen gesamten Urlaub lang mit Mütze herumgelaufen, in der Hoffnung, dass ich es noch irgendwie rauswaschen oder -bürsten kann. Nun muss ich mich geschlagen geben und vor meiner Rückkehr aus dem Urlaub ein paar Tropfen Shampoo an mein Haar lassen. Für mich kommen jetzt nur noch die nicht pulverigen Versionen von Shampooersatz in Frage, ich werde als nächstes ausgekochte Waschnüsse oder Kastanien ausprobieren.

    1. Hallo L.,

      es ist tatsächlich gar nicht so einfach, das für sich passende zu finden. Ich bin im Moment bei Haarseife und komme damit fanz gut zurecht.

      Alles Liebe,
      Jules

  7. Hallo 🙂

    Dein Beitrag gefällt mir sehr gut, du hast sofort davon überzeugt die Alternativen auszuproboeren.
    Habe heute das erste mal die Methode mit dem Mehl ausprobiert und bin bis jetzt sehr zufrieden. Hätte nur noch kurz eine frage und zwar – hält sich das Roggenmehl Shampoo auch mehrere Tage? Also könnte ich es für den Urlaub vorhher zusammenmischen und dann ganz normal in einer Flasche mitnehmen?

    Liebe Grüße
    Theresa

    1. Hallo Theresa,

      freut mich sehr! ❤

      Das Shampoo bitte immer frisch anmischen, aber dazu kannst du einfach ein wenig Mehl in einem Sackerl, welches du in ein Schüsselchen packst, mitnehmen und vor Ort anrühren. So kannst du auch mehrere Portionen mitnehmen. Falls es nur 1 Portion ist, kannst du die natürlich gleich im Schüsselchen mit Deckel oder in einem Glas mit Schraubverschluss mitnehmen.

      Alles Liebe,
      Jules

  8. Ist die Haarwäsche mit Buchweizenmehl ist genauso effektiv wie mit Roggenmehl? Ich habe nämlich Zöliakie und würde nur ungern Roggenmehl benutzen..

    1. Hallo Franziska,

      du kannst ruhig das Buchweizenmehl nehmen, es geht darum, dass das Mehl möglichst wenig Gluten hat. Also klappt Buchweizen vielleicht sogar noch besser.

      Viel Erfolg beim Ausprobieren!

      Alles Liebe,
      Jules

      1. Hallo Dani,

        ich glaub wenn man auf was allergisch ist, ist es ganz normal, dass man dem komplett aus dem Weg gehen möchte, egal ob der reine Hautkontakt schädlich wäre oder nicht. 🙂

        Alles Liebe,
        Jules

  9. Hi!
    Ich habe längere feine, braune, schnell fettende Haare und juckende Kopfhaut mit fettigen Schuppen.
    Ich hab jetzt mal eine Weile Roggen-NoPoo ausprobiert und finde die Wirkung auf die juckende Kopfhaut fantastisch! So befreiend!!!
    Hinterher spüle ich mit Apfelessig-Rinse, was zusätzlich auch noch für die Kopfhaut positiv ist.
    Aber was mich nervt, ist das die Haare nach dem Föhnen so stark statisch aufgeladen sind, also ziemlich „fliegen“.
    Da ich die Haare immer im Messy Bun trage (ja immer, auch nachts, also mindestens 23,5 Stunden am Tag), belastet mich das eigentlich nicht, aber auch der Messy Bun lässt sich nicht so schön easy herstellen. An offene Haare ist überhaupt nicht zu denken!
    Was könnte gegen das „Fliegen“ helfen?

    1. Hallo liebe Dajana,

      fliegenden Haaren fehlt oftmals entweder Feuchtigkeit oder Fett – vielleicht entfettet die Roggenmehlmischung zu stark?

      Du könntest in die Mischung mal ein wenig Eidotter oder einen kleinen Schuss Öl hinein geben – vielleicht hilft das ja. 🙂

      Alternativ gebe ich mir am ersten Tag nach dem Waschen (meine Haare fliegen auch) immer etwas Feuchtigkeitscreme – wirklich nur minimal – auf die fliegenden Haare. Das wirkt wie Haargel oder -wachs und holt meine Haare vom Höhenflug retour.

      Ich hoffe da ist etwas dabei das dir hilft!

      Alles Liebe,
      Jules

  10. Hallo,
    toller Beitrag! Ich habe auch schon alle Varianten durch und wasche meine Haare seit Jahren nicht mehr konventionell. Meines Wissens beruht die Reinigungskraft von Wascherde, genauso wie von Mehl, nicht auf Saponinen sondern auf einem physikalischen Prinzip, die Schmutzpartikel binden und ausschwemmen zu können. Aber prinzipiell ja egal, Hauptsache es funktioniert!
    Ganz liebe Grüße, Karin

    1. Hallo liebe Karin,

      da hast du völlig recht und ich habe mich missverständlich ausgedrückt, das mit den Saponinen war auf die Pflanzen bezogen.

      Danke für die Anmerkung, ich habe es korrigiert! 🙂

      Alles Liebe,
      Jules

  11. Ich liebe die Wäsche mit Roggenmehl! Ich lass nichts anderes mehr an meine Haare. Meine Mutter konnte ich jetzt auch überzeugen…
    Mein Sohn und mein Partner haben gar keine Wahl… 😀 die waschen mit dem, was ich ihnen vorsetze..

  12. Hallo
    Ich will unbedingt das Mehl testen. War schon fast soweit, bis ich bemerkt habe ich hab Dinkel Mehl mitgebracht, das geht bestimmt nicht grrr ^^ . Heilerde werde ich benutzen , das klingt echt gut , manchmal hab ich das gefühl meine Kopfhaut ertrinkt förmlich in fett. Ich benutze häufig selbstgemachtes trockenshampoo das muss man bei langen Haaren auch super gut ausbürsten hilft aber super.

  13. Hallo Jules,
    Zuerst einmal vielen Dank für die tollen Tipps. Ich nutze seit einigen Wochen eine komplett chemikalienfreie Haarseife. Ich leide ( richtig leiden) unter sehr fettigem Haar. Bei mir kann man die Uhr stellen wann sie nach dem Waschen wieder beginnen zu fetten. Durch die Haarseife habe ich das Gefühl das sie fettig bleiben. Die Haare fühlen sich allerdings in der Länge weicher und griffiger an. Auch meine Spitzen sind nicht mehr so trocken. Nach dem Duschen mache ich mir immer eine saure Rinse mir Zitronensaft. Werde es jetzt mit reiner Zitronensäure probieren. Gibt es noch andere Möglichkeiten die ich bei jeder Haarwäsche machen könnte um mein fettiges Problem in den Griff zu bekommen ?!
    Liebe Grüße und alles gute für die Zukunft. Mach weiter so 🙂
    Maria

    1. Hallo liebe Maria,

      ich würde beim Zitronensaft bleiben oder aber mit Essig spülen. Beides ist natürlich und nicht so aggressiv wie Zitronensäure!

      Bürstest du deine Haare schon regelmäßig? Gerade wenn die Spitzen trocken sind, kannst du das ideal nutzen, denn durch das Bürsten kommen die Stoffe, die auf der Kopfhaut nichts zu suchen haben (wie eben Fett und Talg) in die Spitzen, wo sie die Haare ganz natürlich pflegen. 2 Fliegen mit einer Klappe sozusagen!

      Hier findest du eine Anleitung dazu: https://www.julesmoody.com/richtiges-buersten/

      Alles Liebe,
      Jules

  14. Moin ich misch mein „Roggen-Shampoo“ immer in alten Glas Flaschen. Mehl und Wasser rein, und dann 10-20 min. warten und mmer mal wieder schütteln.

  15. Hallo!
    Wenn man sich das so durchliest, dann klingt das sehr leicht und ideal für eine empfindliche Kopfhaut wie ich sie habe. Ich habe bis jetzt immer mit Naturkosmetik-Shampoo meine Haare jeden 2. Tag gewaschen, wobei ich sie am zweiten Tag nicht mehr offen tragen kann. Abgesehen von dem schnellen Nachfetten, juckt die Kopfhaut auch regelmäßig.

    Gestern habe ich die Roggenmehl-Methode ausprobiert und bin noch nicht sehr begeistert. Gut ich habe die Mischung wahrscheinlich zu wenig vermengt… sie war sehr flüssig, hab sie nur 2 Min einwirken lassen und wasche mir die Haare generell nicht unter Dusche, sondern im Waschbecken. Aber ich habe das Zeug dann kaum aus den Haaren bekommen! Dann (nach einer halben Stunde spülen) habe ich die Haare kurz kopfüber durchgeföhnt und war kurzfristig von der Griffigkeit begeistert… allerdings nur kurz, weil sie am Abend schon wieder nachgefettet waren. 🙁

    Ich bin am überlegen, ob ich das heute nochmal versuchen soll und die Tipps mit dem Milchschäumer, dem länger Einwirken und der Essig-Spüle (das habe ich bis jetzt auch schon öfter gemacht) ausprobieren soll, bevor ich das Experiment als gescheitert erkläre – aber fürchte schon das ewige Ausspülen!

    1. Hallo Nyx,

      es dauert ein wenig, bis man den Dreh herausen hat und ja, das Ausspülen dauert wirklich deutlich länger.

      Du brauchst die Masse allerdings nur auf der Kopfhaut verteilen, nicht in den Längen, und das längere Einwirken sowie die Essigspülung können das Fett vermindern.

      Im Waschbecken stelle ich mir das aber sehr umständlich vor!

      Hast du Shampoo Bars schon probiert? Deutlich einfacher in der Anwendung und auch gesund, wenn du darauf achtest, dass milde Tenside drinnen sind.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!

      Alles Liebe,
      Jules

  16. Seit mehr als drei Jahre wasche ich meine Haare mit Roggenmehl. Das mache ich ohne großes Tam-Tam: ein gehäufter Löffel (egal ob Vollkorn oder nicht) in ein kleines Marmeladenglas, Wasser darauf, schütteln, fertig. Ich gebe die Mischung wie Shampoo: auf die nassen Haare, verteilen und ausspülen ohne lange Einwirkzeit. Im Herbst will ich Kastanien ausprobieren, auf die Idee war ich noch nicht gekommen.

    Nur meine Hoffnung, dass ich nicht mehr alle zwei Tage die Haare waschen muss, hat sich nicht bestätigt.

    Ansonsten bis ich auch stolz darauf, weder Shampooflaschen entsorgen zu müssen noch viel Geld dafür auszugeben!

    Ein Kilo Mehl reicht bei mir mehr als ein halbes Jahr bei schulterlangen Haaren

  17. liebe Jules
    (und liebe alle, die kommentiert haben)

    das ist so ein super Artikel!! ich bin schon lange auf der Suche nach der passenden Haarpflege und vorhin hatte ich den Gedanken: Moment, die Natur hält doch sicher etwas Passendes für uns bereit?
    gesucht- und prompt auf diesem Beitrag gelandet.
    habe alles bis zu unterst durchgelesen und bin mega glücklich über die vielen Optionen! und dass ihr alle so gründlich kommentiert habt, ist super wertvoll 💜 ich habe extrem feines und fettiges Haar und werde es mit Mehl probieren, inkl Spülung mit Zitronenwasser. ganz liebe Grüsse!

  18. Liebe Julia,

    der Post ist zwar schon ein bisschen älter, hilft mir aber trozdem sehr! Ich wasche seit längerem mit Haarseife. Die macht bei meinen langen Haaren aber diw Spitzen nit der Zeit sehr trocken. Als absolut geniales Hilfsmittel habe ich Bier für mich entdeckt: ein paar Schluck davon ein klein wenig erwärmen (ist sont einfach unangenehm auf der Kopfhaut) und vor der Wäsche ins Haar geben und ein paar Minuten einwirken lassen. Macht die Haare super weich, geschmeidig und ich bilde mir ein, dass es auch die trockenen Spitzen gut versorgt. (Nach der Seifenwäsche riecht man es auch nicht mehr) Und mit deiner Inspiration habe ich es jetzt mit Weizenmehl versucht: mehrere Stunden in Wasser „ziehen“ lassen und das Wasser dann als Pflege in die Haare gegeben vor der Wäsche. Hilft hervorragend! LG

    1. Hallo Hella,

      danke für deinen lieben Kommentar!

      Bier ist ein tolles Mittel für die Haare, da bin ich ganz bei dir! 🙂

      Mit dem WEIZEN-Mehl aufpassen, da steckt viel Gluten drinnen und verklebt die Haare, deshalb zu ROGGEN-Mehl greifen, da passiert das nicht 🙂 Vielleicht war’s aber eh einfach nur ein Tippfehler! 😉

      Alles Liebe,
      Julia

  19. Es tut so gut zu lesen, wie wertschätzend über die Schöpfung geschrieben wird… Über meinen Körper, meine Wahrnehmung, die Natur und die Schätze, die in ihr stecken…
    Das hat mich motiviert, die Haarwäsche mit Mehl (Buchseiten) auszuprobieren und mit Apfelessig-Rinse nachzuspülen. Ich muss sagen, ich bin begeistert! Und gespannt, wWie lange die Haare bis zur nächsten Wäsche brauchen.
    Danke!

    1. Hallo Deborah,

      vielen Dank für dein liebes Feedback, über das ich mich sehr freue!

      Wie toll auch, dass du von der Haarwäsche mit Mehl begeistert bist! 🙂

      Schick dir ganz liebe Grüße,
      Julia