Heute möchte ich ein für mich sehr wichtiges Thema ansprechen: Den richtigen Umgang mit der Natur! Immer mehr Menschen gehen unbedacht, unachtsam und respektlos mit der Natur um und ich frage mich wieso?

Umgang mit der Natur

Der Umgang mit der Natur – Früher

Früher, als man noch direkt von den Launen der Natur abhängig war, sah man die Natur als Mutter an. Sie gab uns Nahrung, Wasser und klimatische Bedingungen unter denen wir leben konnten.

Natürlich, das Leben war hart und oftmals an der Grenze, aber man war sich des Geschenks bewusst, dass uns Mutter Natur jeden Tag aufs Neue gab. Man behandelte die Natur mit Respekt und dankte ihr in Ritualen wie zum Beispiel dem Erntedankfest oder Mabon für ihre Gaben. Man hatte eine wunderschöne, nachhaltige und anhaltende Verbindung.

Vom richtigen Umgang mit der Natur
Photo by Matt Lewis on Unsplash

Der Umgang mit der Natur – Heute

Doch die vorher erwähnte Verbindung scheint mir bei den meisten Menschen längst verloren. Kaum noch ein Kind kennt die Namen der Blumen auf der Wiese, von den Eltern ganz zu Schweigen. Auch ihre Wirkungen sind weitestgehend unbekannt und man sieht die wunderbaren Gaben der Natur als Unkraut an.

Natürlich – und Gott sei Dank – sind nicht alle Menschen so. Viele Menschen beginnen sich wieder für ihre Umwelt zu interessieren. Doch auch da gibt es große Unterschiede, denn selbst diejenigen, die sich für die Kräuter und Pflanzen interessieren, tun dies nicht achtsam.

Wie oft sehe ich in Facebook-Gruppen Bilder ausgerissener Pflanzen – oder ganzer Büschel davon – die man beim „Spazierengehen“ entdeckt hat und nun von der Masse wissen möchte, was das ist? Oder die vielen vielen Bilder von Menschen gepostet, die zwar wissen, welche Pflanze es ist, aber jetzt nicht genau wissen, was sie mit den Pflanzen anstellen sollen, die sie mal eben im Garten der Eltern/im Wald/auf der Wiese ausgerissen haben.

Wieso überlegt man nicht vorher, was man mit einer Pflanze machen möchte, bevor man sie erntet? Wieso reisst man Pflanzen (zum Teil samt Wurzel) aus, um sie zu bestimmen? Wieso nimmt man nicht einfach ein Bestimmungsbuch, nimmt sich zwei Stunden Zeit und wandert mit offenen Augen durch die Natur?

Der Respekt und die Achtung von der Natur und ihren Gaben ist einfach verloren gegangen.

„Blind“ und ohne Achtsamkeit erntet man, reisst man aus, konsumiert man, ohne dabei auch nur einen Funken Dankbarkeit, Respekt oder Achtsamkeit zu empfinden.

Und ich möchte lieber nicht wissen, wie viel davon dann am Müll landet.

Natürlich, in der Natur ist genug für jedermanns Bedürfnisse vorhanden. So sagt man. Aber der Spruch geht noch weiter: Denn es gibt zwar genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Und genau das ist noch immer vorherrschend.

Man nimmt und nimmt und nimmt. Und das macht mich sehr traurig.

Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, dann gehörst du sicher nicht zu den Menschen, die ich da oben beschrieben habe. Aber ich traue mich fast wetten, dass auch dir in diversen Kräuter- oder Naturgruppen solche Fragen untergekommen sind.

Umgang mit der Natur
Photo by Boris Smokrovic on Unsplash

Doch warte… Es gibt sie noch!

Ja, ganz ehrlich, es gibt sie noch und vielleicht gehörst auch du dazu! Zu den Menschen, die der Natur Achtsamkeit und Respekt Zollen und ihr mit Dankbarkeit begegnen. Die ein Stück Müll dass sie finden vom Boden aufheben, auch wenn sie es nicht „verloren“ haben.

Vielleicht bist du einer der besonderen Menschen, die vorher überlegen, was sie für sich und ihre Familie benötigen, bevor sie eine Pflanze ernten. Die die Gaben der Natur zu schätzen wissen und das Wissen an ihre Kinder weitergeben. Die nicht alles als Selbstverständlich nehmen!

Vom richtigen Umgang mit der Natur
Photo by David Marcu on Unsplash

Der Umgang mit der Natur – Morgen

Und wenn du zu diesen Menschen gehörst, dann freue ich mich von Herzen. Denn dann gibt es noch Hoffnung für Morgen. Wenn immer mehr Menschen aufwachen und achtsam mit der Natur umgehen und dabei andere Menschen sogar inspirieren.

Und genau das ist eines meiner Hauptziele, ich möchte mit helfen, mit all meinem Herzblut, noch viel mehr Menschen wie dich zu finden, zu wecken, zu inspirieren. Der Weg mag lange sein, aber wenn wir ihn gemeinsam gehen, dann erreichen wir jeden Gipfel und trotzdem jedem Tal!

Bist du dabei?

Alles Liebe,
Jules

Ps.: Wenn du gerne lernen möchtest, wie du mehr Natur in dein Leben bringst und deine eigene Grüne Kosmetik herstellst, dann lege ich dir meinen Kurs „Natürlich Leben“ ans Herz. Darin zeige ich dir die Grundlagen der Grünen Kosmetik, zeige dir Ressourcen und helfe dir Schritt für Schritt zu einem natürlicheren und nachhaltigeren Leben – für dich und deine Familie! <3

Print Friendly, PDF & Email
Sei immer auf dem neuesten Stand!
Trag dich hier ein um alle Beiträge und exklusive Wohlfühltipps wöchentlich bequem per Mail zu erhalten:

6 thoughts on “Vom richtigen Umgang mit der Natur!

  1. Du sprichst mir von der Seele! Wie oft habe ich neidvoll auf die Fotos riesiger Kräuterernten gestarrt oder die kiloweise hergestellten Salben. Bis ich mir irgendwann gedacht hab: hey, die kleinen büschelchen die ich habe, das reicht für mich völlig aus! Und was nicht reicht, davon sammle ich einfach nächstes jahr mehr. Was bringt es mir, unmengen zu sammeln, wenn ich das dann wegschmeißen müsste?

    1. Absolut liebe Martina! Es ist so schade um alles, was dann weg geworfen wird, weil es nicht mehr gut ist! schön, dass du einen so ressourcenschonenden Umgang mit der Natur pflegst! genau so soll es sein!

  2. Ich sammle auch nur die Menge an Kräutern, die ich für mich und meine Familie brauche. Falls was übrig bleibt, kommt es in den „Haustee“. Ich werd auch immer ganz „narrisch“, wenn jmd Pflanzen ausrupft, dass halt ausgrupft ist. Furchtbar finde ich immer die 20-kg-Bärlauch-Ernten, wtf macht man mit so viel?

    Prinzipiell finde ich aber schon, dass die Menschen etwas bewusster sind, bei uns ist recht wenig Müll unterwegs und wenn, dann die Gagga-Sackln von den Hunden, aber die nehm ich ehrlich gesagt nicht mit. glg Uli

    1. Hallo Uli,

      schön, dass es dir auch so geht! Und ja, die Säckchen von Hunden stehen auch nicht ganz oben auf meiner Liste

      Alles Liebe,
      Jules

  3. Liebe Jules,
    das hast du sehr schön beschrieben und geschrieben. Achtsamkeit, Innehalten für die Natur und die eigenen Momente in der Natur sind so wichtig! Ganz egal, ob man nun Wildkräuter sammelt, oder nicht. Je mehr ich über meine eigene Skizzenbuch-Praxis nachdenke und schreibe, desto mehr klarer wird mir, dass das Zeichnen und Malen eigentlich nur Mittel zum Zweck ist – ein Werkzeug in meinem Werkzeugkasten, um genau diese Momente der Dankbarkeit und Wertschätzung in der Natur und mit der Natur zu erhalten.
    Als „gelernte“ Ökologin habe ich all zu oft eine negative Sichtweise auf die Natur um mich. Sofort fallen mir die Anzeichen von Monokultur, Überdüngung und intensiver Nutzung ins Auge, wo andere vielleicht nur „schön grün“ sehen. Das ist natürlich wichtig, aber gleichzeitig will ich auch Raum lassen, für positive Erfahrungen.
    Danke für diesen schönen Text.
    Viele liebe Grüße,
    Gesche

    1. Liebe Gesche,

      das glaube ich dir, dass der Blick auf die Natur als gelernte Ökologin ein ganz anderer ist! Umso schöner ist es doch, dass du dir dennoch den „natürlichen“ Blick bewahrt hast. Und die Bilder die du malst, sind so unglaublich schön, alleine dadurch muss man sich doch in die Welt verlieben – wenn man sie durch deine Augen & Bilder sehen darf! <3

      Ich sage herzlichen Dank dafür!

      Alles Liebe,
      Jules

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.