Loslassen – egal ob von alten Verletzungen, aktuellen Sorgen oder schlechten Gewohnheiten – fällt vielen Menschen schwer. Wo soll man anfangen, wie soll man das machen und was passiert wenn man losgelassen hat? Auf all diese Fragen gibt uns die Losslass-Expertin Inga Ahrens heute die Antworten!

Inga Ahrens – die Loslass-Expertin

 

Die Loslass Expertin Inga AhrensInga Ahrens habe ich vor etwa einem halben Jahr online kennen gelernt. Für mich ist sie eine absolute Ausnahme-Erscheinung, denn als ausgebildete Heilpraktikerin begleitet sie Menschen liebevoll und analytisch dabei, den Ursachen ihrer körperlichen und seelischen Blockaden auf den Grund zu gehen um diese loszulassen.

Ich persönlich habe das Seelenfasten-Paket bei ihr gebucht und kann gar nicht oft genug erzählen, wie sehr ihr Programm mein Leben zum Positiven hin verändert hat.

Anlässlich ihrer kostenlosen Loslass-Challenge die am 6. Dezember startet, habe ich sie zum Interview gebeten um herauszufinden was Loslassen eigentlich bedeutet, wie man das bewerkstelligt und wie auch du ein leichtes und unbeschwertes Leben führen kannst!

Inga, ich bezeichne dich als Loslass-Expertin, weil du genau das für mich bist. Aber was macht dich eigentlich zur Loslass-Expertin?

Lustig dass du das fragst, ich selbst habe mich tatsächlich noch nie so bezeichnet – aber da ein Experte laut Definition jemand ist, der sich in einem bestimmten Gebiet extrem gut auskennt und viel Erfahrung hat (die er optimalerweise auch praktisch anwendet), bin ich das wohl tatsächlich.

Ich hatte eine suchtkranke, depressive Mutter, die mich auf viele unterschiedliche Arten seelisch missbraucht hat, das hat mich nachhaltig geprägt – hinzu kam daß ich sie, als sie dann auch noch an Krebs erkrankt ist, bis zu ihrem Tod gepflegt habe. Da war ich noch nicht einmal 22 Jahre alt.

Und wie bist du damit klar gekommen?

Ich habe in meinem Leben also schon relativ früh ziemlich krasse Dinge erlebt – mein bester Freund sagte mal, dass jeder es verstanden hätte, wenn mit dieser Geschichte selbst auf die schiefe Bahn geraten wäre.

Zum Glück waren Drogen oder übermäßiger Alkohol nie reizvoll und damit auch nie ein Problem für mich – statt dessen habe ich gegessen. So viel, daß ich bei einer Größe von 1,64m schließlich über 100kg gewogen habe.

Ich habe all meinen Schmerz und meine Angst, alles was an Wut und Trauer und an ungelebten Gefühlen und Wünschen und Hoffnungen in mir war, körperlich eingelagert.

Eine Art Schutzmauer also?

Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes eine Schutzmauer um mich herum errichtet – denn sie hat mich beschützt, in dem sie mir ermöglicht hat all diese Dinge nicht fühlen zu müssen; zu einem Zeitpunkt als kein Raum dafür war und als ich noch nicht mit all dem hätte umgehen können.

Ich fasste den Entschluss, daß ich genug gelitten hatte und daß es einzig und alleine in meiner Verantwortung lag, ob ich hier oder jetzt glücklich werde oder nicht.

Aber nach dem Tod meine Mutter fasste ich irgendwann den Entschluss, daß ich jetzt endlich frei sein wollte von alledem – und ich entschied, daß es genug war, daß ich genug gelitten hatte. Und ich traf die Entscheidung, daß ich mehr bin als die Summe all meiner Erfahrungen, und daß diese Dinge nicht länger mein Leben bestimmen sollten.

Und mir wurde klar, daß es – egal was mir in der Vergangenheit auch passiert war – einzig und allein in meiner Verantwortung lag, ob ich hier und jetzt glücklich würde oder nicht.

Ich wollte mich einfach nicht mehr hinter meiner Vergangenheit verstecken, und sie nicht länger als Ausrede dafür nehmen, unter meinen Möglichkeiten zu bleiben. Und dann habe ich mich auf den Weg gemacht, und den gehe ich immer noch.

Und wie sieht dieser Weg aus?

Ich so viel seelischen Ballast losgelassen, daß ich 40kg Körpermasse verloren habe – ohne Sport und Diät, nur durch Heilung meiner inneren Wunden. Im Laufe der Jahre habe ich verschiedenste Behandlungen und Methoden ausprobiert, unzählige Bücher gelesen, meine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht – und aus allem was mir dabei begegnet ist, habe ich die Dinge extrahiert und adaptiert, die für mich funktioniert haben, und habe sie weiterentwickelt.

Ich halte nichts von grauer Theorie; alles was ich heute weitergebe, wende ich auch selbst an.

Was bedeutet loslassen für dich persönlich?

Loslassen bedeutet für mich, die Opferrolle abzulegen und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Wenn ich meine Vergangenheit loslasse, egal wie schmerzhaft und unglücklich sie vielleicht auch war, dann schaffe ich im Hier und Jetzt den nötigen Raum, um trotz allem glücklich zu sein.

Wenn ich überhöhte Erwartungen und Ansprüche an mich selbst loslasse, genauso wie Ängst, Zweifel und Minderwertigkeitsgefühle, dann räume ich alles aus dem Weg was zwischen mir und meiner wahren Kraft, meinem inneren Leuchten steht. Und das führt dazu daß mein Leben leichter, fröhlicher, entspannter und viel mehr im Flow ist; und das macht einfach zufrieden und glücklich.

Darum ist Loslassen für mich auch gelebte Selbstliebe.

Der zweite wichtige Punkt ist, daß wir mit dem Loslassen Raum für Neues schaffen. Im Yoga heißt es z.B., daß wir sein sollen wie ein leeres Gefäß; weil das Universum, weil Gott nur dann etwas Neues in uns hineinlegen kann. Wenn wir unser Haus neu gestalten wollen, dann kommen wir nicht umhin auch Möbel zu rücken und rauszuwerfen was nicht mehr passt oder gefällt.

Und nur wer loslässt, hat beide Hände frei.

Warum fällt es vielen Menschen so schwer loszulassen?

Ich denke daß sich viele Menschen mit dem Loslassen so schwer tun, weil sie ganz einfach nicht wissen wie sie es angehen sollen, wie es gelingen kann – in der Schule lernen wir ja leider nicht wie das geht.

Die viel tiefliegenderen Gründe dahinter sind aber vor allem Unsicherheit und Angst – Angst vor dem was kommt, wenn das Alte nicht mehr da ist.

Denn das ist ja erstmal vollkommen ungewiss; und so unangenehm die alten Muster, Gefühle und Strukturen oft auch sind, bieten sie doch einen gewissen Halt und Orientierung, einfach weil sie uns vertraut sind. Ich fühle mich zwar nicht wohl damit, aber zumindest finde ich mich darin zurecht und kenne meinen Platz.

Darum geht es beim Loslassen immer auch darum, das Vertrauen in sich selbst und das Leben zu stärken.

Herz

Welche 3 Tipps gibst du als Loslass-Profi Menschen, die Probleme haben loszulassen?

Wenn man Probleme hat loszulassen, dann gibt es dafür immer einen Grund – und es ist wichtig diese Gründe zu erkennen und anzunehmen.

Denn es macht für den weiteren Weg einen erheblichen Unterschied, ob ich nicht loslassen kann weil ich Angst vor dem habe was mich dann erwartet, oder ob ich z.B. insgeheim das Gefühl habe eine geliebte Person zurückzuweisen oder im Stich zu lassen, wenn ich z.B. endlich falsche Verantwortlichkeiten abgebe.

Ich kann Schwierigkeiten haben loszulassen, weil ich innerlich der Überzeugung bin daß mir mehr Fülle und Glück überhaupt nicht zustehen – oder weil ich einfach noch nicht gelernt habe mit meinem Gedankenkarussel umzugehen, und mich von meinen Gedanken und Gefühlen einfach noch viel zu sehr beeindrucken lasse.

Und je nachdem was die Ursache ist, braucht es auch andere Antwort – darum tue ich mich mit generellen Tipps immer etwas schwer.

Was aber immer gilt, ist: Am Anfang eines jeden Prozesses steht die eigene, innere Erlaubnis – wenn ich mir die nicht gebe, brauche ich gar nicht erst anzufangen.

Darum ist die Stärkung der Selbstliebe meiner Erfahrung nach die absolute Grundlage – denn erst wenn ich mich selbst liebe und annehme, werde ich mir auch zugestehen daß es mir gut gehen darf. Und wenn ich das erstmal tue, fällt auch das Loslassen leichter einfach weil es notwenige Voraussetzungen dafür ist, daß es mir überhaupt besser gehen kann.

Ausgeglichenheit beim Fasten
Photo by Deniz Altindas on Unsplash

Es heisst ja oft Veränderungen in einem Lebensbereich wirken sich auch auf andere Lebensbereiche aus – ist das beim Loslassen genauso?

Ja, absolut. Wenn man sich auf diesen Prozess einlässt, dann wird kein Lebensbereich davon unberührt bleiben. Denn es hört ja nicht beim Loslassen auf, im Gegenteil – danach geht es eigentlich erst richtig los.

Denn wenn ich erstmal meine Ängste, Blockaden und hemmenden Glaubenssätze losgelassen und meine innere Handbremse gelöst habe, dann habe ich plötzlich Zugriff auf ganz andere Ressourcen – und wenn mein Selbstbewusstsein und mein Vertrauen in mich und das Leben stärker wird, dann werde ich mich ganz andere Dinge trauen und andere Entscheidungen treffen.

Wenn ich beginne mich selbst mehr zu lieben und zu achten, werde ich zu anderen Dingen „ja“ sagen als früher – und auch wesentlich häufiger „nein“.

Und je mehr ich in die Selbstliebe komme und mir deshalb auch an Fülle und Glück zugestehe, desto mehr werden sich die Menschen und Umstände ändern, die ich in mein Leben ziehe.

Was passiert, wenn sich die Umstände in unserem Leben ändern?

Das ist leider nicht immer einfach, weil die Menschen in unserem Umfeld natürlich daran gewöhnt sind daß wir auf eine gewisse Weise „funktionieren“ – und wenn wir das plötzlich nicht mehr tun, löst das oft heftige Widerstände aus.

Und auch für uns selbst kann dieser Weg zwischendurch herausfordernd und schmerzhaft sein; z.B. wenn wir uns eingestehen müssen, daß gewisse Strukturen und vielleicht auch Beziehungen in unserem Leben einfach nicht mehr passen und gut für uns sind.

Eine Seelefasten-Klientin sagt neulich zu mir, sie hätte das Gefühl daß in ihrem Leben gerade eine Kontinentalplattenverschiebung stattfindet – und das trifft es sehr gut.

Im Laufe dieses Prozesses entdecken wir einfach immer mehr wer wir wirklich sind; welche Bedürfnisse und Wünsche wir haben, und was wir in unserem Leben auch einfach nicht mehr haben wollen – und diese neue Wahrheit lässt sich nicht auf einzelne Lebensbereiche beschränken.

 

Loslass-Challenge

 

Du bietest ja ab 6.12. deine kostenlose Loslass-Challenge an. Was genau kann ich mir darunter vorstellen?

Ich habe ja selbst eine sehr lange „Loslass-Karriere“ hinter mir, bzw. bin noch mitten drin, und irgendwann habe ich begonnen, mir mal anzuschauen was ich da eigentlich genau gemacht habe; also was genau mir z.B. dabei geholfen hat 40kg Gewicht zu verlieren – denn so viel seelischer Ballast hatte sich irgendwann bei mir angesammelt.

Und dabei bin ich auf ein paar Prinzipien und Tools gestoßen, die sich wunderbar übertragen lassen, und die ich seitdem auch in der Praxis und beim Coaching erfolgreich an meine Patienten und Klienten weitergebe.

Natürlich können diese Tools eine intensive 1:1 – Arbeit im Coaching nicht ersetzen, aber sie machen das Leben schlagartig einfacher, leichter, klarer und freier, und haben eine erstaunliche Kraft – und die Leichtigkeit und das Glück das ich durch sie jeden Tag neu erfahre, möchte ich an möglichst viele Menschen weitergeben.

Darum gibt es bei dieser kostenlosen Challenge 15 Tage lang täglich eine E-Mail mit Impulsen, Inspirationen und teilweise auch kleinen Aufgaben von mir, wo es um genau diese  Prinzipien und Tools geht  – und zusätzlich haben die Teilnehmer in einer gemeinsamen Facebook-Gruppe die Möglichkeit sich gegenseitig zu unterstützen, ihre Erfahrungen zu teilen und sich austauschen.

Und ich bin natürlich auch da um Fragen zu beantworten.

 

Kostenlose loslass Challenge

Ich bin dabei – du auch?

Ich bin natürlich bei der Challenge mit dabei – du auch? In meiner Entschleunigungsreihe habe ich ein paar tolle Ansätze dazu, aber ich freue mich auf die Inputs, Tipps, Tricks und Tools von Inga um noch mehr Leichtigkeit in mein Leben zu bringen!

Hier findest du alle Details und die Möglichkeit zur Anmeldung: << Zur kostenlosen Loslass-Challenge >>

Hast du auch Tipps zum Loslassen? Fällt es dir leicht oder schwer?

Hinterlass mir doch einen Kommentar – ich bin super gespannt auf deine Erfahrungen und Tipps!

Alles Liebe,
Jules

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4 thoughts on “Was loslassen mit Möbel rücken zu tun hat und wie auch du ein unbeschwertes und leichtes Leben leben kannst!

  1. Wow, tolle Frau – sehr beeindruckend, wie sie ihren Weg gemacht hat. Da können sich viele, die nicht annähernd sowas „durchgemacht haben“ eine dicke Scheibe abschneiden. Ich melde mich auch für die Challenge an. Danke und lg Uli

    1. Wahre Worte Uli, ich war auch sehr beeindruckt! Toll, dass du auch dabei bist – ich freue mich riesig darauf! ❤

      Hab ein wundervolles Wochenende!

      Jules

  2. Jules…. ich bin sehr dankbar, dass du diesen Artikel bereitgestellt hast. Das Thema hat bei mir voll ins Schwarze getroffen.

    1. Liebe Katja,

      freut mich total, dass dir der Artikel weiterhilft!

      Inga ist da echt ein Wahnsinn, durch sie habe ich schon viel loslassen können und ich freue mich noch mehr loslassen zu dürfen! ❤

      Alles Liebe,
      Jules

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